Zentrum für Virtuelles Engineering

© Foto Christian Richters, Fraunhofer IAO, UNStudio, ASPLAN

ZVE - Haus der Wissensarbeit

Das wissenschaftliche Know-how des Fraunhofer IAO in den Bereichen Virtual Engineering und Workspace Innovation floss kontinuierlich in die Gestaltung des Zentrum für Virtuelles Engineering ZVE ein. Der digitalisierte Planungs- und Bauprozess sowie die 3D-Visualisierung in Virtual Reality erlaubt die Parametrisierung der komplexen Gebäudestrukturen, erleichtert das Planen in Varianten und ermöglicht z. B. die (teil-) automatisierte Fertigung von Bauelementen.

Das gesamte ZVE ist als Lived-in Labor konzipiert, in dem wir die neuesten Fragestellungen, Konzepte und Produkte zur Büro- und Wissensarbeit direkt im Nutzungsprozess untersuchen, evaluieren und weiterentwickeln. Auf dieser Experimentalplattform können nahezu alle Aspekte einer räumlich und zeitlich flexiblen Arbeitswelt nachgebildet und untersucht werden.

Vernetzte Büro- und Laborflächen

Die Büro- und Laborflächen im ZVE lagern sich auf vier Ebenen um ein offenes Atrium an. Diese attraktive vertikale Erschließungsachse mit bewusst platzierten Verbindungstreppen bewirkt eine enge Verflechtung der unterschiedlichen Arbeitsebenen und eine massive Reduktion der vertikalen Kommunikationsbarrieren, wie sie in klassischen Gebäudestrukturen vorhanden sind.

Im ZVE werden unterschiedliche räumliche und technologische Arbeitssituationen und Umgebungen, so wie sie heute und vor allem auch zukünftig in Bürogebäuden vorkommen (Sprecharbeit, Stillarbeit, Einzelarbeit, Projektarbeit etc.) in Verbindung mit multilokalen Arbeitsszenarien (zu Hause, im Verkehrsmittel, im Co-Working Zentrum, bei Kunden etc.) demonstriert und erlebbar gemacht.

Forschungsthemen

Im ZVE erforschen wir die Wirkungen unterschiedlicher Umgebungssituationen und Arbeitsweisen auf die Leistungsfähigkeit, die Motivation und das Wohlbefinden von Büro- und Wissensarbeitern. Wesentliche Einflussfaktoren sind:

  • die Arbeitsumgebungsbedingungen wie Beleuchtung, Luftqualität, Akustik, Gestaltung etc.
  • die Informations- und Kommunikationstechnologien, z. B. Werkzeuge und Ausstattung für variable Arbeitsplätze
  • die Organisation, v. a. räumliche und zeitliche Flexibilität
  • die Arbeitsanforderungen wie Tätigkeit, Konzentration, Kommunikation etc.
  • der individuelle Lebensstil